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10.08.2026 | VBZ: Von der Ernte ins Eisfach

Tipps zum Einfrieren: Lebensmittel haltbar machen   
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Ob Kirschen im Überfluss, Zucchini in Hülle und Fülle oder Kräuter, die schneller wachsen, als sie verbraucht werden können – die sommerliche Ernteschwemme stellt viele vor die Frage: Wohin mit all der Ernte? Das Gefrierfach bietet eine einfache und effektive Antwort. Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg erklärt, was es zu beachten gilt.  

Was beim Einfrieren wichtig ist 
Beim Einfrieren bleiben Nährstoffe, Aroma und Aussehen bei richtiger Handhabung weitgehend erhalten. Entscheidend ist dabei eine Temperatur von mindestens –18 °C. „Das Tiefgefrieren hemmt zwar das Wachstum von Mikroorganismen, tötet sie jedoch nicht ab. Deshalb ist es am besten, aufgetaute Lebensmittel zügig zu verbrauchen oder erneut zu garen“, erklärt Reinke.  

Ebenso wichtig ist die richtige Vorbereitung der Lebensmittel: Wer alles Verwertbare sortiert und gesäubert hat, verpackt die Ernte bestenfalls luftdicht, etwa in Gefrierdosen oder speziellen Gefrierbeuteln. „Dadurch wird Gefrierbrand vermieden, der Geschmack und Konsistenz beeinträchtigen kann“, so Reinke. Ihr praktischer Tipp: Lebensmittel bereits vor dem Einfrieren in haushaltsübliche Portionen aufteilen und alles mit Inhalt und Datum zu beschriften. Bei vielen Gemüsesorten empfiehlt sich ein kurzes Blanchieren. Dadurch bleiben Farbe, Geschmack und wertvolle Nährstoffe besser erhalten. 

Was lässt sich grundsätzlich einfrieren – und was nicht 
Obst eignet sich gut für das Gefrierfach und hält – je nach Sorte – mehrere Monate. Gemüse mit geringem Wassergehalt, etwa Karotten, Erbsen oder verschiedene Kohlsorten, lässt sich nach dem Blanchieren ebenfalls gut einfrieren.  
Aber auch abseits der sommerlichen Ernte lassen sich viele Lebensmittel ohne Qualitätsverlust einfrieren. Dazu gehören beispielsweise Brot und Brötchen, Fisch, Fleisch, Butter und sogar Käse.  

Weniger geeignet sind Gemüse mit sehr hohem Wasseranteil wie Salat, Tomaten oder Gurken. „Sie verlieren beim Auftauen ihre Struktur und werden schnell matschig. Auch rohe Kartoffeln verändern durch das Einfrieren ihre Konsistenz. Milchprodukte wie Joghurt, saure Sahne oder Crème fraîche flocken häufig aus. Wurstwaren wie Schinken oder Würstchen leiden meist unter deutlichen Geschmacks- und Strukturveränderungen“, erklärt Reinke. 

Kreative Resteverwertung aus dem Gefrierschrank 
Das Gefrierfach bietet auch Raum für kreative Ideen. Reinke nennt einige: „Frische Kräuter können gehackt in Eiswürfelformen eingefroren werden und sind so jederzeit griffbereit. Übrig gebliebener Kaffee lässt sich in Form von Eiswürfeln einfrieren und später für Eiskaffee nutzen. Sehr reife Bananen verwandeln sich tiefgefroren und püriert in eine cremige ‚Nicecream‘ – ganz ohne Zucker oder Zusatzstoffe.“ 

Aktuelle Informationen gibt es auf: 
verbraucherzentrale-brandenburg.de

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