Zwölf Unternehmen haben die Chance, den wichtigsten Wirtschaftspreis des Landes Brandenburg zu gewinnen. Das Finale des „Zukunftspreises Brandenburg“ 2026 findet am 20. November im Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre in Schönefeld statt. Dort werden die sechs Preisträger gekürt.
Die Konkurrenz in diesem Jahr war hoch. Die Nominierten setzten sich unter 73 Bewerbungen durch. Sie stehen für besondere Leistungen in der Ausbildung, bei der Nachfolge, im Umgang mit Innovationen und Mitarbeitern oder bei der Herstellung nachhaltiger Produkte.
Das Leistungsspektrum der Finalisten ist vielfältig. Sie entwickeln Hochtechnologien für die Luftfahrt, treiben die Energie- und Mobilitätswende voran, sichern die Einsatzbereitschaft von Rettungsfahrzeugen, begleiten Menschen im Alltag, bauen nachhaltig, schützen Umwelt und Industrie und stehen für Qualität im Handwerk, Tourismus und Lebensmittelbereich. Die Unternehmen beschäftigen zwischen 10 und 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Der Zukunftspreis Brandenburg würdigt besondere unternehmerische Leistungen. Und damit kreative, tatkräftige und innovative Unternehmerinnen und Unternehmer, die Mut machen, weil sie auch in schwierigen Zeiten die Ärmel hochkrempeln, Verantwortung übernehmen und in die Zukunft investieren.
Die sechs Unternehmen erhalten neben einem Imagefilm, eine Stele, eine Urkunde sowie das Recht, mit dem Label Gewinner „Zukunftspreis Brandenburg“ für sich zu werben.
Die Nominierten für den Zukunftspreis Brandenburg 2026 sind:
AneCom AeroTest GmbH aus Wildau
Das Unternehmen ist Entwicklungspartner für innovative Hochtechnologien im Bereich komplexer Turbomaschinen und vereint Entwicklung, Testsysteme und Validierung in einem einzigartigen Leistungsportfolio. Moderne Prüfstandstechnologien, konsequente Digitalisierung und die Erschließung neuer Geschäftsfelder stärken die Wettbewerbsfähigkeit. Mit einem hohen Exportanteil und internationalen Kundenbeziehungen ist AneCom AeroTest weltweit erfolgreich tätig. Ausbildung, Kooperationen mit regionalen Partnern und ein modernes Arbeitsumfeld unterstreichen die Zukunftsorientierung des Unternehmens.
Elektro Jahn GmbH & Co. KG aus Frankfurt (Oder)
Der Fachbetrieb setzt auf die Zukunftsthemen Energiewende und Digitalisierung. Mit Leistungen in den Bereichen Photovoltaik, E-Mobilität und intelligente Gebäudeautomation bietet das Unternehmen nachhaltige und vernetzte Lösungen aus einer Hand. Innovationskraft, Fachkräfteentwicklung und ein breites Leistungsspektrum sichern die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und machen Elektro Jahn zu einem aktiven Gestalter moderner Infrastruktur.
Feinbäckerei Heider OHG aus Königs Wusterhausen
Die Feinbäckerei Heider OHG verbindet traditionelles Bäckerhandwerk mit moderner Betriebsführung und kontinuierlicher Weiterentwicklung. Die erfolgreiche Nachfolge in dritter Generation, eine stabile wirtschaftliche Entwicklung sowie der Ausbau von Beschäftigung und Ausbildung belegen die Zukunftsfähigkeit. Eine ausgeprägte Mitarbeiterorientierung, hohe Ausbildungsleistung und starke regionale Verankerung prägen den modernen Handwerksbetrieb.
FTM-Service GmbH aus Linthe / Alt Bork
Als wichtiger Partner von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk leistet das Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Geräten im Katastrophenschutz. Mit einem modernen Energiekonzept, eigener Photovoltaik-Stromerzeugung und zunehmender Elektrifizierung macht sich der Betrieb unabhängiger von fossilen Energieträgern und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit.
Ihre Alltagsbegleiter aus Drahnsdorf
Der Dienstleister unterstützt pflegebedürftige Menschen im ambulanten Bereich und hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem bedeutenden Anbieter in Brandenburg entwickelt. Durch den konsequenten Einsatz digitaler Prozesse und Künstlicher Intelligenz werden Mitarbeitende entlastet und die Betreuung verbessert. Flexible Beschäftigungsmodelle, die Integration von Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Unterstützung im ländlichen Raum verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung.
INSELHOTEL Potsdam-Hermannswerder GmbH & Co. KG aus Potsdam
Das INSELHOTEL Potsdam-Hermannswerder ist ein inhabergeführtes Hotelunternehmen, das seit 30 Jahren für Qualität, Innovation und nachhaltiges Wirtschaften steht. Durch kontinuierliche Investitionen, moderne Tagungs- und Wellnessangebote sowie exzellenten Service hat es sich als feste Größe im Brandenburg-Tourismus etabliert. Die Förderung internationaler Auszubildender, regionale Verbundenheit und zukunftsweisende Projekte unterstreichen die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens.
JUNO-BAU Burkhard Jurk e. K. aus Spremberg / Sellessen
Durch eine dynamische Entwicklung, klare Spezialisierung und innovative modulare Lösungen konnte das Unternehmen überzeugen. Kontinuierliches Wachstum, erfolgreiche Unternehmensnachfolge und der Ausbau der Beschäftigung belegen Stabilität und Zukunftsorientierung. Die starke regionale Verankerung sowie das gesellschaftliche Engagement unterstreichen die Bedeutung des Betriebs für die Region.
Kurt Eulzer Druck GmbH & Co. KG aus Hennigsdorf
Die Kurt Eulzer Druck GmbH & Co. KG zählt zu den führenden deutschen Grußkartenherstellern und verbindet seit über 90 Jahren Tradition mit Innovation. Das Unternehmen überzeugt durch eine konsequent nachhaltige, CO₂-neutrale Produktion, Investitionen in erneuerbare Energien sowie gesellschaftliches Engagement. Vielfalt, Ausbildungsförderung und die Unterstützung regionaler Projekte unterstreichen die verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Unternehmensführung.
NT Service GmbH aus Steinhöfel / Heinersdorf
Die NT Service GmbH hat sich als Spezialist in einem technologisch anspruchsvollen Nischenmarkt etabliert. Schwerpunkte sind industrielle Dienstleistungen im Bereich der PFAS-Dekontamination sowie sicherheitskritischer Anlagen. Durch konsequente Qualifizierung, Weiterbildung und eigene Ausbildungsplätze sichert das Unternehmen Fachkräfte und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Anlagenschutz.
Reisebüro & Omnibusbetrieb Karsten Brust aus Panketal
Der familiengeführte Betrieb in zweiter Generation steht für Verlässlichkeit, nachhaltiges Wachstum und eine starke regionale Verankerung. Mit Reisebüro, Omnibusbetrieb, Werkstatt und ergänzender Infrastruktur verfügt das Unternehmen über ein breit aufgestelltes Geschäftsmodell. Ausbildungsengagement, die Integration von Mitarbeitenden mit besonderen Herausforderungen sowie vielfältige soziale Aktivitäten prägen die Unternehmenskultur.
Retzlaff und Kramm Automotive GmbH aus Ahrensfelde
Das Unternehmen verbindet traditionelles Kfz-Handwerk mit moderner Fahrzeugtechnik. Die Spezialisierung auf Hochvoltbatterien und Elektrofahrzeuge sowie die Zusammenarbeit mit einem innovativen Hersteller zeigen die klare Ausrichtung auf die Mobilität der Zukunft. Eigene Ausbildung, kontinuierliche Weiterbildung und nachhaltige Reparaturkonzepte sichern langfristig Fachkräfte und Wettbewerbsfähigkeit.
Tischlerei und Bestattungshaus Beelitz GmbH aus Beelitz
Traditionelles Tischlerhandwerk trifft auf das Bestattungswesen und erschließt dadurch zusätzliche Geschäftsfelder. Moderne Technologien, kontinuierliche Weiterbildung und gezielte Nachwuchsförderung sichern Qualität und Fachkompetenz. Nachhaltige Materialien, Energieautarkie und regionale Kreisläufe stärken die ökologische und wirtschaftliche Stabilität. Eine familienfreundliche Unternehmenskultur und die starke regionale Verankerung fördern die Mitarbeiterbindung.
Hintergrund:
Zu den Unterstützern und Partnern des wichtigsten Wirtschaftspreises in Brandenburg zählen die sechs Wirtschaftskammern – IHKs und HWKs – sowie namhafte Institutionen und Unternehmen wie die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), die Deutsche Bank, die Bürgschaftsbank Brandenburg, die EWE AG, die SIGNAL IDUNA, die IKK Brandenburg und Berlin sowie die Agenturen für Arbeit Cottbus, Eberswalde, Frankfurt (Oder), Potsdam und Neuruppin.
Die Mitteldeutsche Netzgesellschafl Strom mbH informiert über die Unterbrechung der Stromversorgung im Spremberger Ortsteil Schwarze Pumpe/Carna Plumpa
am Mittwoch, 1. Juli 2026, in der Zeit von 8:00 bis ca. 11:00 Uhr.
Gemäß MITNETZ sind folgende Bereiche betroffen:
Dresdener Chaussee 5, 6, 6z – Garagen 7a, 9, 11, 12, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 24, 25, 26, 27, 28, 28z – Friedhof, 29, 31, 33, 34, 35, 36, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 113, 115, 116, 117, 117z ZAS LK Spremberg, 118, 119, 120, 121, 122, 123, 124, 125, 126, 128, 129, 131,
Wagnerstraße 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 10, 10a, 11, 12, 14, 16, 17,
sowie alle informierten Anschlussnutzer
Es wird empfohlen, für die Dauer der Unterbrechung empfindliche elektrische Geräte (z. B. EDV-Anlagen/TV- und SAT-Anlagen/Heizungssteuerungen, Telefone, Router), die durch eine Unterbrechung in ihrer Funktion beeinträchtigt werden können, vorsorglich vom Netz zu trennen oder auszuschalten und erst nach Aufhebung der Unterbrechung (Zuschaltung der Stromversorgung) wieder in Betrieb zu nehmen.
Auch während der Zeit der Unterbrechung sind die Anlagen als unter Spannung stehend zu betrachten.
Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH hat eine kostenlose Info-Hotline eingerichtet: 0800 2 305070
Jubel, Überraschung und strahlende Gesichter: Was mit einer einfachen Anmeldung
begann, endete für viele mit einem unvergesslichen Moment – und einer echten
finanziellen Unterstützung für gute Zwecke vor Ort. Bereits zum 5. Mal haben BB RADIO
und die Volksbanken Raiffeisenbanken in Brandenburg, darunter auch die Volksbank
Spree-Neiße eG, gemeinsam für Bildung und Zukunft eine Kooperation ins Leben
gerufen, die Kitas, Schulen und sonstige Bildungseinrichtungen in Brandenburg
finanziell unter die Arme greift. Unter dem Motto „Gemeinsam gewinnt – im
Gesamtwert von 50.000€“ hatten Einrichtungen die Möglichkeit, sich mit Projekten
rund um Bildung und Gemeinschaft um jeweils 1.000 Euro zu bewerben – vom
Schulfest bis zur Kita-Reise.
Im Geschäftsgebiet der Volksbank Spree-Neiße wurde das Glück gleich dreimal
gezogen: Drei Gewinnerinnen aus der Region dürfen sich gemeinsam mit „ihrer“
Einrichtung über die Unterstützung freuen. Ein doppelter Grund zur Freude – und ein
starkes Zeichen für Gemeinschaft.
Es duftet nach frischen Kräutern, nach Erde, nach Engagement – und nach einer Idee,
die wächst. Mit leuchtenden Augen stehen sie um ihr Hochbeet, die Schülerinnen und
Schüler der 3. Klasse der Heidegrundschule Spremberg. Was hier entstanden ist, ist
weit mehr als nur ein Schulprojekt – es ist gelebte Verantwortung, Kreativität und
Teamgeist.
Und genau dieses besondere Engagement wurde jetzt belohnt: Die Klasse durfte sich
nun über 1.000 Euro für Ihr Projekt freuen.
Ihr Projekt? Ein liebevoll angelegtes Kräuterprojekt, das nicht nur Wissen vermittelt,
sondern alle Sinne anspricht. Vom ersten Spatenstich bis zur Ernte haben die Kinder
ihren eigenen kleinen Garten geschaffen. Unterstützt von engagierten Eltern entstand
ein Hochbeet, das die Kinder anschließend selbst bepflanzten – mit Schnittlauch,
Thymian, Basilikum, Knoblauch und sogar Ysop.
Doch hier geht es um mehr als Pflanzen. Die Schülerinnen und Schüler lernen,
Verantwortung zu übernehmen, beobachten biologische Prozesse und entwickeln ein
Gefühl für nachhaltige Ernährung. Sie gingen auf Kräuterwanderung durch Spremberg,
erstellten Steckbriefe zu den Pflanzen und suchten Rezepte heraus, mit denen sie ihre
Eltern überraschen wollen.
Das Projekt lebt – und es wächst in den Unterricht hinein: Ob beim Lesen von
Kräuterliteratur im Deutschunterricht oder beim praktischen Arbeiten im Freien, das
Thema ist fächerübergreifend fest verankert. Über allem steht die Begeisterung der
Kinder – spürbar in jedem Detail.

Sten Byhain (links) und Moderator Hannes Gregor (mittig) bei der Übergabe am neuen Kräuterbeet der
Heidegrundschule in Spremberg
Vom 29. Juni bis 28. August 2026 lädt die Kreisbibliothek in Spremberg/Grodk alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 12 zum Brandenburger Lesesommer ein. Während der Sommerferien können die Schülerinnen und Schüler spannende Geschichten entdecken und neue Lieblingsbücher finden. Die gelesenen Bücher werden in ein Leselogbuch eingetragen und bei der Rückgabe in der Bibliothek kurz vorgestellt.Vom 29. Juni bis 28. August 2026 lädt die Kreisbibliothek in Spremberg/Grodk alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 12 zum Brandenburger Lesesommer ein. Während der Sommerferien können die Schülerinnen und Schüler spannende Geschichten entdecken und neue Lieblingsbücher finden. Die gelesenen Bücher werden in ein Leselogbuch eingetragen und bei der Rückgabe in der Bibliothek kurz vorgestellt.
Eine Anmeldung für den Brandenburger Lesesommer ist erforderlich und kann ab dem 29. Juni 2026 in der Kreisbibliothek Spremberg/Grodk vorgenommen werden. Für die Teilnahme ist das schriftliche Einverständnis der Eltern erforderlich.
Wer während des Aktionszeitraums mindestens drei Bücher liest und sein Leselogbuch spätestens bis zum 28. August 2026 abgibt, erhält eine Urkunde sowie einen Preis.
Die Kreisbibliothek freut sich auf viele lesebegeisterte Kinder und Jugendliche und wünscht allen Teilnehmenden einen spannenden und abwechslungsreichen Lesesommer.
Leidenschaft, Engagement und Herzblut: Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke hat heute 13 Bürgerinnen und Bürgern den Verdienstorden des Landes Brandenburg verliehen. Die Frauen und Männer wurden in der Potsdamer Staatskanzlei für ihren außerordentlichen Einsatz für Brandenburg und die Menschen im Land geehrt. Woidke: „Ihr Engagement ist Vorbild für alle, die etwas bewegen wollen. Sie warten nicht, dass etwas von allein besser wird – Sie gehen hin, legen los und packen an. Für diesen großartigen, langjährigen Einsatz gilt den Ordensträgerinnen und -trägern ein riesengroßer, herzlicher Dank! Sie leisten Herausragendes.“
Der Verdienstorden des Landes Brandenburg ist die höchste Anerkennung, die das Land Brandenburg für außerordentliche Verdienste um das Land und seine Bevölkerung aussprechen kann. Der Orden wird durch den Ministerpräsidenten verliehen und traditionell im Juni jeden Jahres anlässlich des Verfassungstages des Landes Brandenburg am 14. Juni verliehen.
Mit dem Landesverdienstorden wurden ausgezeichnet:
Richard Fagot, Barbara Roswitha Franke, Anne-Marie Henseke, Elisabeth Herzog-von-der-Heide, Günther Jauch, Norbert Kaul, Dr. Daniela Gerd tom Markotten, Johannes Clemens Mommert, Prof. h.c. Dr. Jörg-Thomas Mörsel, Wolfgang Mundil, Ines Mülhens-Hackbarth, Elżbieta Anna Polak und Herta thor Straten.
Hintergrund zu den Personen:
Richard Fagot aus Tel Aviv hält die Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte wach: Der Holocaustüberlebender berichtet in den Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück von den Gräueltaten der Nationalsozialisten. 1935 als Sohn einer assimilierten polnisch-jüdischen Familie in Lodz geboren, 1940 ins Ghetto Litzmannstadt übergesiedelt, musste er als kleiner Junge in einer Zigarettenfabrik arbeiten. 1944 wurde er nach Ravensbrück deportiert, von dort kam er in das Sachsenhausener Außenlager Königs Wusterhausen. Im April 1945 wurde die Familie von der Roten Armee im Hauptlager befreit. 1950 wanderte sie nach Israel aus. Richard Fagot studierte Medizin und praktizierte viele Jahre als Gynäkologe und Geburtshelfer. Woidke: „Richard Fagot erinnert uns daran, dass Menschlichkeit selbst nach unvorstellbarem Leid nicht verloren gehen muss. Mit Mut und Würde erzählt er seit Jahrzehnten seine Geschichte und macht sie zu einer Stimme gegen das Vergessen.“
Barbara Roswitha Franke aus Spremberg (Spree-Neiße) ist ein echtes Ehrenamtskraftpaket und engagiert sich vielfältig in verschiedenen Bereichen: Die ehemalige Lehrerin förderte Kinder und Jugendliche, hat Beratungsstellen in Spremberg/Grodk mitaufgebaut, ist Mitglied der Volkssolidarität und wirkt aktiv mit in der Spremberger Freiwilligenagentur. Sie engagiert sich für Kultur, Geflüchtete und Teilhabe im Alter. Woidke: „Barbara Roswitha Franke ist das beste Beispiel dafür, wie man auch in höherem Alter Lebensfreude und Vitalität vermitteln kann. Ihr Engagement ist sovielfältig und stärkt eindrucksvoll den sozialen Zusammenhalt und das gesellschaftliche Miteinander. Sie schenkt Menschen Zeit und das Gefühl, gesehen zu werden. Das ist von unschätzbarem Wert.“
Anne-Marie Henseke aus Potsdam ist seit 1977 Mitglied der Volkssolidarität. Über Jahrzehnte hat sie zahlreiche neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewonnen und damit zur Stärkung und Weiterentwicklung des Verbandes beigetragen. Sie sammelt Spenden, besucht Mitglieder in deren Wohnungen, Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern, überbringt Glückwünsche zu Geburtstagen, organisiert Reisen, Ausflüge und Zusammenkünfte. Darüber hinaus hat sie eine Chronik über die Entwicklung und die Aktivitäten der Volkssolidarität in ihrer Region erarbeitet. Woidke: „Anne-Marie Henseke leitet mit Herzlichkeit, Einfühlungsvermögen und organisatorischem Geschick verschiedene Gruppen der Volkssolidarität. Sie verbindet die Menschen mit ihrer Lebensfreude, gibt ihnen Kraft und Zuversicht – und das mit weit über 80 Jahren. Ihr jahrzehntelanges Engagement steht beispielhaft für gelebte Solidarität und Verbundenheit mit dem Ehrenamt.“
Elisabeth Herzog-von-der-Heide aus Luckenwalde (Teltow-Fläming) ist Stadtgestalterin seit der Wiedervereinigung. Sie kam nach dem Mauerfall von Westfalen nach Luckenwalde. Sie war Dezernentin, Beigeordnete und 24 Jahre Bürgermeisterin. Sie hat die Stadt durch die schwierigen Jahre des Umbruchs geführt und sich dem demographischen Wandel entgegengestellt. Elisabeth Herzog-von-der-Heide ist es gelungen, Luckenwalde als Kreisstadt und regionalen Wachstumskern zu etablieren und zukunftsfest aufzustellen. Darüber hinaus besetzte sie wichtige Ehrenämter. Woidke: „Elisabeth Herzog-von-der-Heide hat in ihrer Wahlheimat viel bewegt. Nah an den Menschen, offen für ihre Anliegen und stets mit dem Blick auf das Gemeinwohl war sie nicht einfach nur Bürgermeisterin, sondern eine verlässliche Stimme für ihre Stadt. Mit ihrer ruhigen, besonnenen und zugleich humorvollen Art hat sie sich in Luckenwalde und über die Stadtgrenzen hinaus Respekt erarbeitet.“
Günther Jauchs Herz schlägt für Potsdam: Seit mehr als 25 Jahren unterstützt der TV-Moderator mit finanziellen Spenden Sanierungs- und Restaurierungsprojekte in den Schloss- und Gartenanlagen in der Landeshauptstadt. Vom Marmorpalais Neuer Garten über den Weinberg, die Friedenskirche und die Neptungrotte in Sanssouci oder die Löwenfontäne Glienicke – ohne Günther Jauchs Engagement wären diese Projekte kaum realisierbar gewesen. Woidke: „Mit seiner unverwechselbaren Art und seiner Liebe für die Stadt Potsdam hat Günther Jauch viel für Brandenburg bewegt. Sein langjähriges Engagement für Kultur und Denkmalschutz ist ein großer Gewinn für uns und die nachfolgenden Generationen. Dabei will er nie im Vordergrund stehen, sondern da anpacken und unterstützen, wo Hilfe dringend nötig ist.“
Norbert Kaul aus Letschin (Märkisch-Oderland) ist ein wichtiger Wegbereiter für die Auszeichnung Europäisches Kulturerbe-Siegel für das Oderbruch. Es wurde 2022 als erste Kulturlandschaft mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Der mehrjährige Bewerbungs- und Entwicklungsprozess wurde durch das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement von Norbert Kaul begleitet. Gemeinsam mit der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Oderbruch hat er die Kulturlandschaft als lebendigen Teil europäischer Geschichte sichtbar gemacht. Woidke: „Norbert Kaul hat den Weg des Oderbruchs zum Europäischen Kulturerbe-Siegel mit großem persönlichem Einsatz, Weitblick und Beharrlichkeit unterstützt. Sein ehrenamtliches Engagement steht beispielhaft für die Kraft kommunaler Zusammenarbeit und für den lebendigen Einsatz zur Bewahrung unseres kulturellen Erbes. Es ist kein zweiter Fall in Deutschland bekannt, in dem Kommunen miteinander in einen offenen kulturellen Entwicklungsprozess getreten sind. Das ist auch Norbert Kauls Verdienst.“
Dr. Daniela Gerd tom Markotten aus Dallgow-Döberitz (Havelland) ist Bahnwerk-Pionierin und hat als Vorständin der Deutschen Bahn AG für die Bereiche Digitalisierung und Technik einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass die Halle 2 des Bahnwerks Cottbus nach nur 19 Monaten nach Baubeginn in Betrieb genommen werden konnte. Der Bau des modernsten ICE-Instandhaltungswerks Europas hat nicht nur zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern den Industriestandort Cottbus langfristig gesichert. Woidke: „Diese Leistung ist in der Geschichte deutscher Großprojekte ein beispielloser Erfolg, der ohne ihre Entschlossenheit und persönlichen Einsatz nicht möglich gewesen wäre. Daniela Gerd tom Markotten hat dazu beigetragen, dass der Standort Cottbus zu einem sichtbaren Zentrum für die Schienenmobilität geworden ist und die Strukturentwicklung Fahrt aufgenommen hat.“
Johannes Clemens Mommert aus Borgsdorf (Oberhavel) ist ein Meister der Nachwuchsarbeit und führte mehr als drei Jahrzehnte mit Herz, Einsatz und Fachkenntnis seinen eigenen Baubetrieb und bildete erfolgreich Lehrlinge aus. Sein gesamtes Berufsleben widmete er sich der Nachwuchsarbeit und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Mommert war viele Jahre Mitglied der Vollversammlung der Handwerker, engagierte sich ehrenamtlich im Prüfungsausschuss der Innung des Bauhandwerks Oberhavel und war dort Vorstandsmitglied und Lehrlingswart. Durch seinen Einsatz in der betrieblichen Ausbildung wurde einer seiner Lehrlinge – ein junger Mann aus Afghanistan – 2020 Lehrling des Monats und jahrgangsbester Maurerjunggeselle. Woidke: „Johannes Clemens Mommert glaubt an junge Menschen und ihre Fähigkeiten. Durch seine Unterstützung und sein Herzblut für die Sache hat er nicht nur Lehrlingen zu guter Ausbildung verholfen, sondern auch für gute Ausbildungsbedingungen im Handwerk gesorgt.“
Prof. h.c. Dr. Jörg-Thomas Mörsel aus Fredersdorf-Vogelsdorf (Märkisch-Oderland) ist international anerkannter Sanddorn-Experte und seit einem Vierteljahrhundert Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung von Sanddorn und Wildobst – Sanddorn e.V. mit Sitz in Altandsberg. Durch seine umfassenden Forschungen und Beiträge zum Sanddorn hat er zur wissenschaftlichen Aufklärung über die gesundheitlichen Vorteile der Pflanze beigetragen. Durch seine Expertise ist es gelungen, Sanddorn in Brandenburg sowohl im Anbau, in der Verarbeitung und im touristischen Bereich stärker zu verankern. Woidke: „Mit seinem jahrzehntelangen Engagement für Forschung, internationalen Wissensaustausch und die Förderung des Sanddornanbaus hat Prof. h.c. Dr. Mörsel die Branche nachhaltig geprägt und Brandenburg weit über die Landesgrenzen hinaus sichtbar gemacht.“
Wolfgang Mundil aus Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) ist seit über drei Jahrzehnten Streitschlichter und in seiner Gemeinde als Schiedsmann aktiv. Er ist Gründungsmitglied der Bezirksvereinigung Potsdam des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen, war viele Jahre Stellvertreter, bevor er 2005 zum Vorsitzenden wurde. Am Amtsgericht Brandenburg an der Havel ist er wichtiger Ansprechpartner für den Gerichtsvorstand, wenn es um die Belange von Schiedsleuten geht. Zudem war er viele Jahre Hauptschöffe am Amtsgericht Brandenburg an der Havel. Woidke: „Hilfsbereit, sachkundig, ausgleichend und das Herz am richtigen Fleck – Wolfgang Mundil ist ein Traum von einem ehrenamtlichen Schiedsmann. Umfangreich geschult und mit einem Gespür für Menschen hat er über Jahrzehnte dazu beigetragen, Konflikte zu schlichten, Nachbarschaften zu stärken und das Miteinander in unserer Gemeinschaft zu fördern.“
Ines Mülhens-Hackbarth aus Bergholz-Rehbrücke (Potsdam-Mittelmark) ist seit 15 Jahren – so lange wie niemand vor ihr – wichtiges Sprachrohr für Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schülern. Die Vorsitzende des Landesschulbeirates wirkt gemeinsam mit dem Gremium bei Entscheidungen über die Grundsätze der Rahmenlehrpläne, der Genehmigung von Lernmitteln, der Schulentwicklungsplanung oder beim Schulbau mit. Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement gibt sie als Schulleiterin der Grundschule Fichtenwalde auch Nachhilfeunterricht. Woidke: „Ines Mülhens-Hackbarth moderiert fair und humorvoll selbst schwierige Sachlagen, sie vertritt überzeugend die Standpunkte der Landesgremien gegenüber dem Ministerium und investiert dafür viel Freizeit. Denn die Sitzungen des Landesschulbeirates finden immer an Samstagen statt. Es ist wichtig, dass Eltern, Lehrer und Schüler eine Stimme haben. Ines Mülhens-Hackbarth gibt sie Ihnen.“
Elżbieta Anna Polak aus Polen ist eine Verfechterin für die deutsch-polnischen Beziehungen und war von 2010 bis 2023 Marschallin der Woiwodschaft Lubuskie. In ihrer Wirkungszeit hat sie sich besonders um die Beziehungen im gemeinsamen Grenzraum mit Brandenburg stark gemacht. Entstanden sind daraus Projekte in den Bereichen Begegnung, Gesundheit und Sport. Zudem engagiert sie sich in Gremien wie der Deutsch-Polnischen Regierungskommission und der Oder-Partnerschaft. Woidke: „Elżbieta Polak ist eine verlässliche und konstruktive Ansprechpartnerin für die Chancen und Herausforderungen in der gemeinsamen Grenzregion. Auch unter teils schwierigen politischen Bedingungen war und ist sie dabei stets eine aktive und öffentlich sichtbare Fürsprecherin für Europa, die grenzüberschreitende deutsch-polnische Zusammenarbeit und die Partnerschaft der Woiwodschaft Lubuskie mit Brandenburg.“
Herta thor Straten aus Strausberg (Märkisch-Oderland) ist seit 2015 Mitglied des Vorstandes des Kreisseniorenbeirates Märkisch-Oderland. Kurz nach ihrem Eintritt übernahm sie den Vorsitz und engagierte sich mit Hingabe, Verantwortungsbewusstsein und klarer Haltung für die Belange der Seniorinnen und Senioren im Landkreis. Zudem hat sie maßgeblich am Aufbau des Jugendamtes mitgewirkt. Woidke: „Mit außergewöhnlichem Engagement, Menschlichkeit und einem feinen Gespür für Zusammenarbeit hat Herta thor Straten die Arbeit des Kreisseniorenrates nachhaltig geprägt. Sie hat Brücken zwischen Menschen, Generationen und Kulturen gebaut und gefördert. Ihr Einsatz für die Belange älterer Menschen, ihre verbindende Art und ihre klare Haltung verdienen höchsten Respekt und Anerkennung.“

Das Brandenburgische Ladenöffnungsgesetz (BbgLöG) vom 27. November 2006, zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. April 2017 (GVBl I/ 17, [Nr.8]) ermöglicht gemäß § 5
Abs. 1 aus Anlass von besonderen Ereignissen an jährlich höchstens sechs Sonn- und Feiertagen von 13.00 Uhr bis 20.00 Uhr eine Sonntagsöffnung für das Zuständigkeitsgebiet.
Diese Tage werden durch die örtliche Ordnungsbehörde mittels ordnungsbehördlicher Verordnung festgesetzt. Eine Öffnung am Karfreitag, am Oster- und Pfingstsonntag, am Volkstrauertag, Totensonntag, am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag darf nicht zugelassen werden.
Unter Beachtung dieser gesetzlichen Anforderungen sind Anträge von Gewerbetreibenden mit Angabe des besonderen Ereignisses, weshalb die Sonntagsöffnung beantragt wird, bis zum 31.07.2026 schriftlich unter folgender Anschrift einzureichen:
Stadt Spremberg/Grodk
Fachbereich Bürgerservice 32.1
Am Markt 1
03130 Spremberg/Grodk






