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02.02.2026 | VZB: Vorsicht bei Online-Bezahlung von Vignetten und Maut im Ausland

Vorsicht bei Online-Bezahlung von Vignetten und Maut im Ausland 

 

Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Internetseiten

 

Wer im Ausland auf Autobahnen fährt, benötigt häufig eine Vignette oder muss

Maut zahlen. Viele erledigen das bequem online. Genau das nutzen Betrü-

ger:innen aus: Sie schalten gezielte Werbeanzeigen oder versenden SMS und lei-

ten Käufer:innen auf gefälschte Webseiten weiter. Diese sehen den offiziellen An-

geboten täuschend ähnlich. Anlässlich des Beginns der Winterferien im

Bundesland informiert die Verbraucherzentrale Brandenburg über gängige

Betrugsmaschen und zeigt, wie sich Verbraucher:innen schützen können.

 

So gehen die Betrüger:innen vor

Kriminelle kopieren offizielle Verkaufsseiten und platzieren sie mithilfe

gesponserter Suchanzeigen weit oben in den Suchergebnissen. Logos, Farben und

Bezeichnungen ähneln stark den Originalen. Oft unterscheiden sich die

Webadressen nur durch minimale Buchstabendreher. „In einem Beratungsfall

landete ein Geschädigter statt auf der offiziellen Seite für österreichische

Vignetten (asfinag.at) auf einer gefälschten, inzwischen nicht mehr erreichbaren

Seite (asfinegs.com)“, berichtet Anett Fajerski, Finanzberaterin bei der

Verbraucherzentrale Brandenburg.

 

Die Verbraucherzentrale rät daher, beim Onlinekauf besonders aufmerksam zu

sein und vor dem Kauf genau zu prüfen, ob es die offizielle Seite ist. Verdächtige

Seiten können Käufer:innen vorab mit dem Fakeshopfinder der Verbraucherzentralen überprüfen.

 

Abzocke bei der Zahlung

Vor der Freigabe einer Kreditkartenzahlung sollten Käufer:innen zudem stets

Betrag und Währung ganz genau kontrollieren. „In einem uns bekannten Fall

übersah ein Verbraucher bei der Autorisierung der Zahlung das an anderer Stelle

gesetzte Komma. Statt des tatsächlichen Vignettenpreises in Höhe von 12,40 Euro

wurden ihm so 1.240 Euro abgebucht“, schildert Fajerski. Einige Betrüger:innen

verschleiern die tatsächliche Höhe, indem sie Beträge in fremden Währungen

anzeigen. Umgerechnet können so mehrere Hundert oder sogar über tausend Euro

fällig werden. Deshalb gilt: Alle Zahlungsdaten genau prüfen und den Kauf bei

Unstimmigkeiten sofort abbrechen. Denn einmal abgeschlossene Zahlungen sind

kaum stornierbar, insbesondere wenn sie vom Geschädigten mittels Zwei-Faktor-

Authentifizierung autorisiert wurden.

 

Achtung bei Reisen nach oder durch Polen

Auch bei Fahrten nach oder durch Polen ist Vorsicht geboten. Zwar gibt es dort

keine Vignettenpflicht, jedoch fällt auf bestimmten privaten Autobahnabschnitten

eine streckenbezogene Maut an. Auf staatlich betriebenen Autobahnen zahlen

Autos oder Motorräder seit 2023 zwar keine Maut mehr. Wer die Strecke jedoch

mit schweren Kraftfahrzeugen, wie beispielsweise einem Wohnmobil über 3,5

Tonnen, befährt, muss weiterhin Maut bezahlen und das elektronische e-TOLL-

System nutzen. In diesem Zusammenhang warnt das polnische Finanzministerium

vor Betrugsversuchen durch gefälschte SMS-Nachrichten.

 

Individuelle Beratung

Für individuelle Fragen können Verbraucher:innen die Beratung der

Verbraucherzentrale Brandenburg in Anspruch nehmen:

Beratung vor Ort, telefonisch oder per Videochat

Terminvereinbarung erforderlich unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18

Uhr) oder online unter verbraucherzentrale-brandenburg.de/terminbuchung

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