Das Brandenburg – Derby versprach schon im Vorfeld der Veranstaltung höchste Qualität
und natürlich auch etwas Brisanz. Viele der Spremberger Athleten trainieren am Potsdamer
Stützpunkt und wußten so genau was auf Sie zukommt. Bereits im Vorfeld wurde durch den
RBB darüber berichtet und so warteten Viele ganz gespannt auf das Duell der beiden
Trainingspartner Käpitän Luc Meyer gegen den Potsdamer Martin Setz. Doch es kam anders.
Auf beiden Seiten fehlten aufgrund der bevorstehenden Europameisterschaften sowie einiger
Verletzungen viele Athleten, dennoch steckte in beiden Kadern immer noch sehr viel Qualität.
So mußte Sprembergs Olympiastarter Enej Marinic gleich im ersten Duell nach einer
unglücklichen Landung auf der Schulter verletzungsbedingt aufgeben. Viktor Becker glich
nach einem starken Kampf mit einem Armhebel aus. Abdusamad Abdullaev machte ebenfalls
einen großartigen Kampf und hatte den Nationalkader Tim Gramkow am Rand einer
Niederlage, mußte sich aber im Golden Score knapp geschlagen geben. Kapitän Luc Meyer
hatte mit Irakli Goginashvili einen ganz unangenehmen Gegner vor der Brust. Mit seinem
sehr harten Griffkampf aber vorallem mit seinen „Mätzchen“ kam Luc überhaupt nicht
zurecht und verlor durch halben Punkt. Vladi Stark brachte mit seinem vorzeitigen Erfolg die
Spremberger Männer wieder auf 3:2 heran. Danach versuchte Hannes Reusch den
verletzungsbedingt fehlenden Leo Erdmann zu ersetzen. Der 19jährige Schüler (im 90Kg –
Limit ansässig) versuchte gegen den Deutschen Meister Tim Schmidt -100Kg wirklich Alles
aber stand am Ende auf verlorenem Posten. Den Anschluß zum 4:3 Pausenstand besorgte in
souveräner Manier Sprembergs 60er Vache Adamyan. In der Halbzeitpause führte nicht nur
der knappe Halbzeitstand sondern die mit Enej Marinic weiter angewachsene Verletzungsliste
für heiße Diskussionen. So mußte Spremberg das Schwergewicht quasi abschenken und
einem 5:3 Rückstand hinterherlaufen. Junioren Europameister Nazar Viskov erldigte seine
Aufgabe bereits nach 30 Sekunden und verkürzte wieder auf 5:4. Danach kam es auf
Potsdamer Seite zur ersten Überraschung. Mit Martin Setz stand der für Luc Meyer erwartete
Kontrahend im 81Kg Limit auf der Matte und auch er erledigte seine Hausaufgaben und baute
die Führung für die Potsdamer wieder aus. Als der Britische Grand Prix Fünfte Irakli
Goginashvili seinen doch recht außergewöhnlichen Kampfstil auf die Spitze trieb und auch
die Kampfrichter mit seinen merkwürdigen „Mätzchen“ überfordert waren, stand es plötzlich
7:4 für Potsdam. Die letzten drei Begegnungen mußten also gewonnen werden um hier
wenigstens einen Punkt zu entführen. Elija Ruben Märkt machte gegen den Potsdamer
Kapitän Bennet Pröhl einen starken Kampf und führte souverän mit 3 Wertungen. Kurz vor
Schluß ließ er sich noch auf ein kleines Spielchen ein und riskierte unerklärter Weise noch
den so wichtigen Punkt, verkürzte aber auf 7:5. Vladi Stark, der ins 100 Kg Limit aufrückte,
gelang eine kleine Sensation. Gegen den Deutschen Meister und Europacupgewinner Tim
Schmidt legte er los wie die Feuerwehr und so war es dann auch einer seiner zahlreichen
Angriffe, der Mitte der Kampfzeit zum Erfolg führte. Nur noch 6:7 aus Spremberger Sicht
und die Hoffnung auf ein Remis. Mit Vache Adamyan hatten wir aber noch ein Ass im
Ärmel. Dieses „Ass“ stach bereits nach knapp 20 Sekunden und der Jubel im Spremberger
Fanlager war grenzenlos. „Wir hatten uns heute schon etwas ausgerechnet, am Ende war es
ein äußerst spannendes Match mit einer gerechten Punkteteilung. Sicherlich hätten beiden
Teams gewinnen können, so ist doch die Punkteteilung in Ordnung.“ erzählt ein
freudestrahlender Coach Mike Göpfert. “ Die Verletzung von Enej haut natürlich ganz schön
rein, nicht nur heute. Es war eine starke Teamleistung. Hervorheben muß ich dennoch Samad
der wie ein Löwe kämpfte und so unsere Mannschaft mitnahm. Vladi war natürlich ein
Glücksgriff und am Ende der Matchwinner.“ ergänzt Präsident Dirk Meyer
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Unsere Jungs haben jetzt erstmal kurz Bundesliga Pause und werden den ein oder anderen
Europacup in Angriff nehmen bevor es am 13.06. gegen die Hertha aus Walheim zum ersten
Heimkampf kommt. Ab 18.00 Uhr sind alle Sportbegeisterten in die Turnhalle Haidemühl
eingeladen.
