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14.04.2026 | Judo: Bundesliga-Brandenburg-Derby endete 7:7

Das Brandenburg – Derby versprach schon im Vorfeld der Veranstaltung höchste Qualität

und natürlich auch etwas Brisanz. Viele der Spremberger Athleten trainieren am Potsdamer

Stützpunkt und wußten so genau was auf Sie zukommt. Bereits im Vorfeld wurde durch den

RBB darüber berichtet und so warteten Viele ganz gespannt auf das Duell der beiden

Trainingspartner Käpitän Luc Meyer gegen den Potsdamer Martin Setz. Doch es kam anders.

Auf beiden Seiten fehlten aufgrund der bevorstehenden Europameisterschaften sowie einiger

Verletzungen viele Athleten, dennoch steckte in beiden Kadern immer noch sehr viel Qualität.

So mußte Sprembergs Olympiastarter Enej Marinic gleich im ersten Duell nach einer

unglücklichen Landung auf der Schulter verletzungsbedingt aufgeben. Viktor Becker glich

nach einem starken Kampf mit einem Armhebel aus. Abdusamad Abdullaev machte ebenfalls

einen großartigen Kampf und hatte den Nationalkader Tim Gramkow am Rand einer

Niederlage, mußte sich aber im Golden Score knapp geschlagen geben. Kapitän Luc Meyer

hatte mit Irakli Goginashvili einen ganz unangenehmen Gegner vor der Brust. Mit seinem

sehr harten Griffkampf aber vorallem mit seinen „Mätzchen“ kam Luc überhaupt nicht

zurecht und verlor durch halben Punkt. Vladi Stark brachte mit seinem vorzeitigen Erfolg die

Spremberger Männer wieder auf 3:2 heran. Danach versuchte Hannes Reusch den

verletzungsbedingt fehlenden Leo Erdmann zu ersetzen. Der 19jährige Schüler (im 90Kg –

Limit ansässig) versuchte gegen den Deutschen Meister Tim Schmidt -100Kg wirklich Alles

aber stand am Ende auf verlorenem Posten. Den Anschluß zum 4:3 Pausenstand besorgte in

souveräner Manier Sprembergs 60er Vache Adamyan. In der Halbzeitpause führte nicht nur

der knappe Halbzeitstand sondern die mit Enej Marinic weiter angewachsene Verletzungsliste

für heiße Diskussionen. So mußte Spremberg das Schwergewicht quasi abschenken und

einem 5:3 Rückstand hinterherlaufen. Junioren Europameister Nazar Viskov erldigte seine

Aufgabe bereits nach 30 Sekunden und verkürzte wieder auf 5:4. Danach kam es auf

Potsdamer Seite zur ersten Überraschung. Mit Martin Setz stand der für Luc Meyer erwartete

Kontrahend im 81Kg Limit auf der Matte und auch er erledigte seine Hausaufgaben und baute

die Führung für die Potsdamer wieder aus. Als der Britische Grand Prix Fünfte Irakli

Goginashvili seinen doch recht außergewöhnlichen Kampfstil auf die Spitze trieb und auch

die Kampfrichter mit seinen merkwürdigen „Mätzchen“ überfordert waren, stand es plötzlich

7:4 für Potsdam. Die letzten drei Begegnungen mußten also gewonnen werden um hier

wenigstens einen Punkt zu entführen. Elija Ruben Märkt machte gegen den Potsdamer

Kapitän Bennet Pröhl einen starken Kampf und führte souverän mit 3 Wertungen. Kurz vor

Schluß ließ er sich noch auf ein kleines Spielchen ein und riskierte unerklärter Weise noch

den so wichtigen Punkt, verkürzte aber auf 7:5. Vladi Stark, der ins 100 Kg Limit aufrückte,

gelang eine kleine Sensation. Gegen den Deutschen Meister und Europacupgewinner Tim

Schmidt legte er los wie die Feuerwehr und so war es dann auch einer seiner zahlreichen

Angriffe, der Mitte der Kampfzeit zum Erfolg führte. Nur noch 6:7 aus Spremberger Sicht

und die Hoffnung auf ein Remis. Mit Vache Adamyan hatten wir aber noch ein Ass im

Ärmel. Dieses „Ass“ stach bereits nach knapp 20 Sekunden und der Jubel im Spremberger

Fanlager war grenzenlos. „Wir hatten uns heute schon etwas ausgerechnet, am Ende war es

ein äußerst spannendes Match mit einer gerechten Punkteteilung. Sicherlich hätten beiden

Teams gewinnen können, so ist doch die Punkteteilung in Ordnung.“ erzählt ein

freudestrahlender Coach Mike Göpfert. “ Die Verletzung von Enej haut natürlich ganz schön

rein, nicht nur heute. Es war eine starke Teamleistung. Hervorheben muß ich dennoch Samad

der wie ein Löwe kämpfte und so unsere Mannschaft mitnahm. Vladi war natürlich ein

Glücksgriff und am Ende der Matchwinner.“ ergänzt Präsident Dirk Meyer

Unsere Jungs haben jetzt erstmal kurz Bundesliga Pause und werden den ein oder anderen

Europacup in Angriff nehmen bevor es am 13.06. gegen die Hertha aus Walheim zum ersten

Heimkampf kommt. Ab 18.00 Uhr sind alle Sportbegeisterten in die Turnhalle Haidemühl

eingeladen.

12.04.2026 | Kegeln: Spieltag am 12.04.26 - Landesliga