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17.03.2026 | Judo: Bitter Auftaktniederlage für Sprembergs Bundesliga - Team

Das Spremberger Bundesliga - Team vom KSC ASAHI startet mit einer bitteren und unerwarteten

Niederlage in die neue Saison. Mit einem 5:9 erwischten die Jungs um ihren neuen Kapitän Luc

Meyer einen denkbar schlechten Start. Die sehr lange Anreise mit über 7 Stunden bis nach Bottrop

stellte auch in den vergangenen Jahren schon ein Riesenproblem dar. Diesmal gab es aber noch eine

Vollsperrung obendrauf, so dass sogar der ganze Wettkampf in Gefahr geriet. Ein Teil des Teams

stand kurz vor dem Ruhrpott, der andere Teil bangte und hoffte, aber konnte nicht zur Waage. "Das

war nicht nur psychisch eine Belastung sondern auch körperlich. Die Jungs die Gewicht gemacht

hatten mussten warten und warten und durften nix essen. Das ging also schon kacke los für uns." so

Trainer Mike Göpfert

 

Dennoch holte Artem Lesiuk den 1. Punkt für die Spremberger, diesmal sogar

eine Gewichtsklasse höher als üblich. Carl Then fand anschließend nicht richtig in den Kampf und

musste diesen leider abgeben. Neuzugang Abdusamad Abdullaev machte gegen den italienischen

Grand Prix Sieger und Weltranglisten 14. Valerio Accogli einen starken Kampf. Der Berliner Junge ging

über die volle Zeit und könnte diese Saison noch sehr wertvoll werden. Henry Röder knüpfte mit

seinem Sieg an die Leistungen der letzten Saison an und glich zum 2:2 aus. Movli Borchashvilli hatte

danach gegen den mehrfachen Grand Prix Sieger und Weltranglisten 9. Kanan Nasibov aus

Azerbaishan nur eine Außenseiterchance, die er leider nicht nutzen konnte. Nachdem Leo Erdmann

seinen Erwartungen nicht gerecht wurde, lag es an Elija Märkt, den Abstand zur Pause nicht zu groß

werden zu lassen. Dementsprechend motiviert ging Elija die Sache an und erwischte seinen Gegner

nach einem massiven Block mit einer herrlichen Kontertechnik. Zum Entsetzen der Lausitzer Jungs

gaben die Kampfrichter die Wertung und damit den Sieg nach Bottrop. 

 

"Wir haben uns das 9x angeschaut und auch beim 10x kommen wir zu keinem anderen Ergebnis, diese Entscheidung war

nicht korrekt und hat uns so ein bissl das Genick gebrochen." so Dirk Meyer Dennoch versuchten

Trainer Mike Göpfert und der etwas angeschlagene Kapitän Luc Meyer mit ihren Halbzeitansprachen

das Team wach zu rütteln und an ihre Kämpferehre zu appellieren. Schon oft konnten die

Spremberger Judoka in der Vergangenheit das Ruder noch rumreißen und auch diesmal sah es

kurzzeitig wieder danach aus. Artem Lesiuk und Carl Then verkürzten mit ihren vorzeitigen Siegen auf

4:5. Nachdem Max Henke gegen den Weltranglisten 14 V. Accogli eine Niederlage einstecken musste,

war es der erst 19jährige Erik Heinemann der zum 5:6 verkürzte. Movli Borchashvilli kratzte

anschließend an der Sensation und lag gegen den deutlich schwereren und fast übermächtig

wirkenden Grad Slam Sieger Nasibov sogar vorne, wurde aber gnadenlos umgebogen und vom

Azerbaishaner förmlich begraben. Bis 100 Kg wollte Leo Erdmann unbedingt die Revanche, ging aber

etwas übermotiviert in den Kampf und wurde ausgekontert. Damit stand die Niederlage bereits fest.

Dennoch wollte Vladi Stark den Kampftag irgendwie positiv für sein Team abschließen. Nach fast

einem Jahr Verletzungspause war dies aber auch Vladis erster Kampf. Es fehlte noch ein wenig an

Spritzigkeit und auch ein bisschen am Selbstvertrauen. Sein Kämpferherz brachte ihn aber bis in den

Golden Score und Vladi wollte unbedingt den Punkt. Bei einem seiner zahlreichen Angriffe wurde

Vladi am Bodenliegend gedreht und die Kampfrichter beendeten das Gefecht mit der kleinsten

Wertung im Judosport. Am Ende eine etwas zu hoch ausfallende 5:9 Niederlage und der Frust über

die noch bevorstehenden 7,5 Stunden Autofahrt.  

 

"Wir wussten es wird schwer aber nicht unmöglich.

Elijas umstrittene Niederlage war am Ende der Ko. Mit den fehlenden Standke und Meyer hätten wir

hier bestehen können oder mit Anton, der leider zu einer IJF Prüfung musste. Jetzt gilt es den Blick

nach vorne zurichten und gegen den Deutschen Meister aus Potsdam, das Judowunder herauf zu

beschwören." so Präsident Dirk Meyer Der Kampf gegen den UJKC findet am 11.04. in der Potsdamer

MBS Arena statt.

Foto: (Verein) 

 

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